Kommunale Unternehmen sind treibende Kraft des Breitbandausbaus

Die Europäische Union hat sich im Rahmen ihrer Digitalen Agenda das Ziel gesetzt, bis 2020 alle Europäer mit Internetgeschwindigkeiten von über 30 Mbit/s und mindestens 50 Prozent aller europäischen Haushalte mit Internetzugängen von über 100 Mbit/s zu versorgen. Die deutsche Bundesregierung strebt bis 2018 eine flächendeckende Versorgung mit 50 Mbit/s an.

Dazu Hans-Joachim Reck, Hauptgeschäftsführer des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU), anlässlich seines Gesprächs gemeinsam mit der VKU-Landesgruppe Baden-Württemberg mit Günther Oettinger, EU-Kommissar für die digitale Wirtschaft und Gesellschaft: „Kommunale Unternehmen sind die treibende Kraft beim Breitbandausbau gerade auch im ländlichen Raum. Immer mehr Kommunen betrachten eine leistungsfähige Breitbandversorgung als Teil der modernen Daseinsvorsorge. Kommunale Unternehmen übernehmen Verantwortung für ihre Region und bauen leistungsfähige Glasfasernetze aus. Mehr und mehr werden auch eigene Services angeboten.“ Aktuell sind rund 140 kommunale Unternehmen im Breitbandausbau aktiv, weitere planen den Einstieg. Im vergangenen Jahr beliefen sich die Breitband-Investitionen kommunaler Unternehmen auf rund 500 Mio. Euro, bis 2018 sind Investitionen in Höhe von 1,7 Milliarden Euro geplant. Anders als bei rein börsennotierten Unternehmen liegt ein Schwerpunkt des Engagements kommunaler Unternehmen auch und gerade in ländlichen Gebieten. „Aber auch sie können nicht als bloßer Lückenbüßer agieren", so Reck. „Der flächendeckende Breitbandausbau ist nicht durch wenige europäische Großunternehmen zu leisten. Ohne das Engagement der kommunalen Unternehmen werden die Ziele des flächendeckenden Breitbandausbaus verfehlt. Die Rolle der kommunalen Unternehmen beim Breitbandausbau muss bei der von der EU-Kommission für den Mai 2015 geplanten Vorlage einer Strategie zum Digitalen Binnenmarkt anerkannt werden.“ 

Die deutsche Bundesregierung strebt bis 2018 eine flächendeckende Versorgung mit 50 Mbit/s an.